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Radsport Lexikon
(c) http://tour.ard.de/allgemein/lexikon/z.htm

- A -

Aerodynamik

Im Radsport: Je höher das Tempo eines Radfahrers ist, desto stärker wächst auch der Luftwiderstand. Um diesen Widerstand zu verringern und damit eine verbesserte „Aerodynamik“ zu erzielen, greift man im Radsport zu verschiedenen Mitteln: Beim Zeitfahren werden beispielsweise Scheibenräder hinten montiert.
Auf Flachetappen sieht man Laufräder mit aerodynamisch geformten Speichen, Helme haben häufig eine aerodynamische Tropfenform; die Sitzposition des Fahrers auf dem Rad wird so gewählt, dass der Luftwiderstand möglichst gering ist.
Greg LeMond gewann 1989 die Tour de France gegen Laurent Fignon im abschließenden Zeitfahren um acht Sekunden durch seinen aerodynamischen Triathlonlenker und den passenden Helm.

Aerolenker
Greg LeMond führte den Triathlonlenker im Radsport ein. Heute heißt er Aerolenker und ist im Radsport ausschließlich beim Zeitfahren erlaubt.
Durch in den Lenker eingelassene Schalthebel muss der Fahrer beim Schalten nicht einmal die Hand vom Lenker nehmen. Die Unterarme werden aufgelegt, was eigentlich zur Erholung auf langen Strecken beitragen sollte, heute aber fast ausschließlich der Verbesserung der Aerodynamik dient.

Affenkotelette
Im Radsport: Wort für Banane, eine bei Profi-Sportlern sehr beliebte Frucht...

Allrounder
Fahrer, der auf allen Terrains und in allen Disziplinen stark ist: Im Flachen, im Zeitfahren und bergauf.
Top-Allrounder dieser Zeit sind Jan Ullrich, Lance Armstrong, Santiago Botero und Paolo Savoldelli.

Alufelgen
Leichte Felgen aus Aluminium. Diese Felgen konnten vor einigen Jahren aufgrund ihrer Felgenprofile einen deutlichen Fortschritt im Bereich des Gewichts gegenüber den alten Stahlfelgen verbuchen, ohne dabei entscheidend an Stabilität einzubüßen. Aluminiumfelgen waren lange Zeit das Qualitätsmerkmal einer gehobenen Ausstattung. Heute gelten sie als Standard im Rennradbereich.

Aluminium
Das Material der Fahrradbauer in den Neunziger Jahren. Gegenüber Bauteilen aus Stahl konnte Aluminium wegen seiner vorteilhaften Eigenschaften in Konstruktionen mit größeren Bauteil-Durchmessern deutliche Verbesserungen von Gewicht und Stabilität gegenüber dem traditionellen Material Stahl erzielen. Seit der Jahrtausendwende kristallisiert sich Carbon zum engsten Konkurrenten von Aluminium, vor allem in kleinen bis mittleren Rahmengrößen.

Attacke
Angriff eines Radrennfahrers mit dem Ziel sich vom Peloton oder einzelnen Mitkonkurrenten abzusetzen. Bei Attacken wird das Tempo durch den angreifenden Fahrer schlagartig erhöht, um möglichst wenigen Fahrern das Ausnutzen des Windschattens zu ermöglichen.

Ausfallenden
U-förmige Öffnung am unteren Ende der Gabel und im Hinterbau des Rahmens, in die das Laufrad eingehängt bzw. befestigt wird.

Ausreißergruppe

Gruppe von Fahrern, die sich durch Tempoverschärfung aus dem Hauptfeld gelöst hat.

Ausscheidungsfahren
Bei Straßenrennen: Ständiges Attackieren um die Zahl der Mitkonkurrenten einer Gruppe zu verkleinern. Meistens am Ende einer Etappe oder im Hochgebirge. Auf der Bahn: Name einer speziellen Disziplin, bei der jede (oder jede zweite) Runde der Letzte ausscheiden muss.

L' Autobus
Gruppe von Fahrern – vornehmlich Sprinter oder deren Helfer – die bei Bergetappen nicht vorne mithalten können oder wollen. Bei Überschreiten des Zeitlimits verzichtet der Veranstalter häufig darauf, eine größere Gruppe vom Rennen auszuschließen, während vereinzelte Nachzügler zumeist ihre Koffer packen können. Im Deutschen „Omnibus“ genannt, in Italien „gruppetto“.

- B -

Basislenker
Normaler Rennrad-Lenker, an den bei Bedarf Triathlonlenker, Unterarmstützen o.ä. montiert werden können.

Belgischer Kreisel
Windschattenfahren in der Gruppe. Dabei wird gleichmäßig von vorne nach hinten gewechselt und kein Fahrer bleibt länger als ein paar Sekunden an der Spitze und damit im Wind.

Bergetappe
Eine Etappe während einer Rundfahrt, die durch ihr bergiges Profil (meistens im Hochgebirge) auffällt . Zumeist gibt es nur ganz wenige Flachpassagen, dafür aber umso mehr Anstiege. Der Stoff, aus denen Königsetappen sind! Bei den großen Landesrundfahrten gibt es meistens gleich mehrere Bergetappen.

Bergtrikot
Bei der Tour de France rot-weiß-gepunktet, bei der dtour mittlerweile ebenfalls.

Bergwertung
1) Anstieg oder Gipfel, auf dem Punkte für das Trikot des besten Bergfahrers vergeben werden. Kann auf der Strecke liegen oder, bei Bergankünften, im Ziel. (s. auch Kategorien)
2) Wertung, in der alle Bergpunkte eines Fahrers zusammengezählt werden. Der Fahrer mit den meisten Punkten trägt das Bergtrikot.

Bergzeitfahren

Zeitfahren bergauf. Zumeist wesentlich kürzer als "normale" Zeitfahren. Zum Vergleich: Das Bergzeitfahren der Tour 2004 nach L'Alpe d'Huez ist nur 15 km lang, das klassische Zeitfahren am vorletzten Tag von und nach Besançon hingegen endet erst nach 60 km.

Besenwagen
Immer das letzte Auto eines Rennen, in das Fahrer steigen, die das Rennen wegen Erschöpfung, Verletzung, Krankheit o.ä. aufgeben müssen und in dem sie ihre Startnummer abgeben.

Bonifikation

Bonifikationen sind Zeitgutschriften, die man sich unterwegs in Sprintwertungen und im Schlusssprint holen kann. Bei kleineren Rundfahrten sehr oft entscheidend. Bei den großen Landesrundfahrten spielen sie zumeist nur anfangs eine Rolle, weil die Sprinter damit die Chance haben, ins „Gelbe“ zu fahren.

- C -

Campagnolo
Italienischer Komponenten-Hersteller, z.B. Record.
Neben Shimano einer der Marktführer.

Communiqué
Alle Ergebnisse des Tages werden von der Renn-Jury im Communiqué bekannt gegeben. Auch die Strafen und Stürze des Tages sind Inhalt des Communiqués, das vom "Oberschiedsrichter" mit Hilfe der normalen Jurymitglieder erstellt wird.
Außerdem dient das Communiqué auch als kurzfristiges Informationsmedium zwischen Schiedsgericht bzw. Organisation und den teilnehmenden Teams.

- D -

Doping
Verbotene Mittel, die zur Leistungssteigerung eingenommen werden.

Dura Ace
Top-Gruppe des japanischen Komponentenherstellers Shimano. Die Gruppe der Komponenten beinhaltet Bremsen, Schaltbremsgriffe, Kette, Naben, Umwerfer, Schaltwerk, Ritzelpaket, Kurbel, Tretlager, Steuersatz, Innenlager und Sattelstütze.

Durchreichen
Zurückfallen eines Fahrers, der nach einer erfolglosen Flucht das Tempo der Spitzengruppe nicht mehr halten kann.

- E -

Einzelzeitfahren
Das Zeitfahren ist ein Kampf gegen die Uhr, wobei eine Strecke in möglichst kurzen Zeit zurückgelegt werden muß. Man unterscheidet zwischen den Disziplinen Einzel-, Paar- und Mannschaftszeitfahren.
Beim Einzelzeitfahren (EZF) erfolgt die Reihenfolge der Starter in umgekehrter Reihenfolge des Gesamtklassements, d.h. der letztplatzierte Fahrer beginnt das Rennen, der Gesamtführende geht als Letzter auf die Strecke. Beim ersten EZF der Rundfahrt starten die Fahrer entsprechend einer von der Rennleitung und den jeweiligen Teamchefs festgelegten Reihenfolge. Der Vorjahressieger geht in der Regel als Letzter ins Rennen.
Wird ein Fahrer eingeholt, darf er weder den anderen Fahrer führen, noch von seinem Windschatten profitieren. Der überholende Fahrer muss in einem Mindestabstand von zwei Metern am anderen vorbeifahren. Der Überholte muss auf einen Abstand von mindestens 25 Metern vom vor ihm Fahrenden achten.

Elektronische Schaltung

Betätigung der Schaltung durch ein elektronisches Signal. Gegenüber einem System mit mechanischem Schaltzug sollen sich Gewichtsvorteile ergeben. Außerdem können mehrere Schalthebel an unterschiedlichen Stellen des Fahrrades angebracht werden. In den Neunziger Jahren hat der französische Hersteller Mavic eine elektronische Schaltung auf den Markt gebracht, derzeit arbeitet der italienische Hersteller Campagnolo an einer elektronischen Zehnfach-Schaltung, die bereits in Rennen im Jahr 2003 und 2004 erprobt wurde.

Endgeschwindigkeit
So nennt man die Geschwindigkeit, die Sprinter kurz vor der Ziellinie erreichen. Sprinter mit einer hohen Endgeschwindigkeit entscheiden den Endspurt kurz vor der Ziellinie und überholen ihre scheinbar stehen bleibenden Konkurrenten auf den letzten Metern.

EPO
Erythropoietin; um die Jahrtausendwende das Dopingmittel für Ausdauersportler, inklusive Radfahrer. Ursprünglich für nierenkranke Menschen entwickeltes, körpereigenes Hormon, das die Zahl der roten Blutkörperchen erhöht und somit den Sauerstofftransport im Körper beschleunigt. Erhöhte Sauerstoffkonzentration in der Muskulatur beispielsweise erhöht die Leistungsfähigkeit.

L'Équipe

Französische, täglich erscheinende Sportzeitung. Ging nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Sportzeitung L'Auto hervor, die unter ihrem Chefredakteur Henri Desgrange 1903 die Tour de France begründete. Teil der A.S.O.

Ergometer

In der (Rad-) Sportmedizin: Gerät zur Messung von Arbeit und Leistung der Muskeln. Auf dem Ergometer wird mit Pedalumdrehungen ein Rad angetrieben, wobei der Widerstand beim Treten sukzessive erhöht wird. Aus der Geschwindigkeit des Rades und der daran angreifenden Bremskraft wird die Leistung ermittelt, die ein Fahrer zu bringen im Stande ist. Gemessen wird in der Regel die Wattleistung.

- F -

Federgabel
Gabel, die zur Verbesserung des Fahrkomforts in den Rahmen eingebaut wird. Federn und Dämpfungselemente sollen Fahrbahn-Unebenheiten ausgleichen. Bei den klassischen Rennen auf Kopfsteinpflaster konnte man sie vorübergehend auch im Profiradsport finden.

Felge
Außenring eines Laufrades. Die Felge nimmt die Bereifung des Laufrades auf. Durch Speichen wird die Felge mit der Nabe verbunden.

Flachetappe
Das Gegenteil zu einer Bergetappe. Keine oder nicht besonders anspruchsvolle Bergwertungen. Oft gefundenes Fressen für Sprinter. Meistens gibt es in den ersten Tagen der Tour de France eine ganze Reihe von Flachetappen.

Flamme Rouge
Dreieckiges rotes Tuch, das zur Kennzeichnung des letzten Kilometers einer Etappe oder eines Rennens über der Straße aufgehängt wird ("Teufelslappen").

Foto-Finish
Knapper Zieleinlauf, dessen Sieger möglicherweise nur mit Hilfe eines Zielfotos, das direkt an der Ziellinie geschossen wird, ermittelt werden kann.


- G -

Gabel
Element des Fahrrades, das das Vorderrad aufnimmt und durch die Lagerung im Steuerrohr des Rahmens (Steuersatz) die Lenkung ermöglicht.

Gelbes Trikot
Trikot des in der Gesamtwertung Führenden der Tour de France und (seit 2004) der deutschland tour.

Gepunktetes Trikot
Trikot des Führenden in der Bergwertung bei Tour de France und (seit 2004) deutschland tour.

Gruppe

Aufeinander abgestimmte Schaltungs- und Bremsbauteile und weitere Bestandteile eines Komponentenherstellers. Die Gruppe der Komponenten beinhaltet Bremsen, Schaltbremsgriffe, Kette, Naben, Umwerfer, Schaltwerk, Ritzelpaket, Kurbel, Tretlager, Steuersatz, Innenlager und Sattelstütze.

Gruppetto
Gruppe von Fahrern - vornehmlich Sprinter oder deren Helfer - die bei Bergetappen nicht vorne mithalten können oder wollen. Bei Überschreiten des Zeitlimits verzichtet der Veranstalter häufig darauf, eine größere Gruppe vom Rennen auszuschließen, während vereinzelte Nachzügler zumeist ihre Koffer packen können. Im Französischen "l'autobus" genannt, in Deutschland "Omnibus".

Grünes Trikot
Trikot des Punkt- (Sprint-)Besten der Tour de France.

GS - Groupe Sportif (TT)
Die französische Bezeichnung für eine Radsportmannschaft. Aufgeteilt in drei Kategorien. GS 1 sind die besten Teams, die die überwiegende Besetzung der großen Landesrundfahrten darstellen. GS 2 sind Teams, die nicht ganz über die finanziellen Mittel verfügen, jedoch den Großen bei jeder Gelegenheit versuchen, die Suppe zu versalzen. GS 3-Mannschaften bestehen oft teilweise aus Amateuren, die den Sprung ins große Profigeschäft noch nicht ganz geschafft haben. Aber auch dort gibt es Rennfahrer, die aufgrund ihrer Vergangenheit sehr erfahrene Profis sind und immer mal wieder durch Achtungserfolge aufhorchen lassen.

- H -

Hämatokritwert
Anteil der Roten Blutkörperchen im Blut. Steigt automatisch bei jedem Menschen in der Höhe an, kann aber durch Zugabe von Erythropoietin (EPO) künstlich angehoben werden. Ein Hämatokrit-Wert ab 50% führt im Radsport zum Ausschluss vom Wettkampf, da eine gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. Anschließend erfolgt die Ursachenforschung...

Helmpflicht
Seit 2003 bei Rennen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden eingeführt. Auslöser war der tödliche Unfall des Kasachen Andrej Kivilev beim Rennen Dauphiné Libéré 2003. Bei Etappen, die mit einer Bergankunft enden, darf der Helm ab einer deutlich gekennzeichneten Zone abgenommen werden.

Hinterbau
Hinterer Teil des Rahmens, in dem das Hinterrad befestigt ist.

Hors Catégorie
Höchste Kategorie von Bergen im Radsport. Hors = französisch für außerhalb. Eine Bergwertung der Hors Catégorie ist somit das Maximum und nach oben offen; im Deutschen mit "Ehrenkategorie" übersetzt. Darunter liegen vier Kategorien, wobei die vierte Kategorie die niedrigste und die erste die höchste ist. Hors Categorie findet man auch in den Einteilungen der Rennveranstaltungen wieder. Ein HC-Rennen bezeichnet die wichtigsten Rundfahrten oder Eintagesrennen.

Hungerast
Plötzlicher Energieverlust des Körpers wegen zu später, nicht ausreichender oder gar nicht erfolgter Nahrungsaufnahme. "Essen bevor der Hunger kommt" lautet daher eine ganz wichtige Devise für Radfahrer, bzw. für Ausdauersportler im Allgemeinen. Ein Hungerast kostete Jan Ullrich die Tour 1998 gegen Marco Pantani.

- I -

Indexschaltung
Besondere Form der Kettenschaltung, bei der Schalthebel und Schaltwerk aufeinander abgestimmt sind. Durch eine Rasterung wird der präzise Gangwechsel sichergestellt. Seit fast 20 Jahren Standard in der Fahrradindustrie.

Innenleder
Das Innenleder wird in den Sitzbereich einer Radhose eingenäht. Es besteht nur noch selten aus Leder, sondern in der Regel aus Kunststoff. Er soll das Wundscheuern verhindern und einen bequemen Sitz garantieren.

- K -

Kämpferischster Fahrer
Eine Wertung, die immer dem Fahrer zu Teil kommt, der sich am aktivsten ins Renngeschehen eines Radrennens eingemischt hat. Eine ziemlich abstrakte, subjektive Bewertung des Renngeschehens, weil sich meistens nicht 100%-ig feststellen lässt, wer nun der Aktivste war…

Kapitän
Aussichtsreichster Fahrer einer Mannschaft in einem bestimmten Rennen. Wird unterstützt von seinen Helfern oder Wasserträgern.

Karbon
Werkstoff aus Kohlefaser, der maßgeblichen Anteil am Leichtbau von Komponenten und Rahmen in den letzten Jahren hatte. Karbon gilt als Edel-Material der Gegenwart.

Kategorien
Anstiege im Streckenprofil werden in insgesamt fünf Kategorien eingeteilt: Am leichtesten ist die vierte Kategorie, es folgen dritte, zweite, erste und "Ehrenkategorie". Der Anstieg nach L'Alpe d'Huez, in diesem Jahr Schauplatz eines Bergzeitfahrens, gehört beispielsweise der Ehrenkategorie an. Sie wird in der Regel mit HC (für französisch "Hors catégorie") abgekürzt. Der Anstieg zum Feldberg bei der deutschland tour 2003 fiel in die erste Kategorie.

Kette rechts
Fahren im größten Gang: Kette vorne rechts auf dem größten Kettenblatt und hinten, ebenfalls ganz rechts, auf dem kleinsten Ritzel.

Kettenblatt
Zahnräder der Kurbel. Beim Rennrad hat das große Kettenblatt zwischen 52 und 56 Zähne. Ganz große Kettenblätter benutzen vor allem die Zeitfahrer in flachen Zeitfahren. Das kleine Kettenblatt hat zwischen 39 und 44 Zähne. Im Zeitfahren werden auch höhere kleine Kettenblätter benutzt. Als Standardübersetzung für normale Radrennen kann man eine Kombination von 53 und 39 bzw. 42 Zähne nennen.

Klassiker
Traditionsreiche, teilweise schon mehr als 100 Jahre alte Eintagesrennen, von denen die meisten in Belgien und Umgebung stattfinden. Den Auftakt der Klassiker-Saison macht alljährlich das Rennen Mailand-San Remo im März. Im April folgen dann u.a. Flandern-Rundfahrt, Flèche Wallonne, Lüttich-Bastogne-Lüttich oder Paris-Roubaix.

Klettern
Eine Bezeichnung für schnelles Bergauffahren. Als Kletterer bezeichnet man Rennfahrer, die sich oft nur im Hochgebirge wohl fühlen. Meistens sind diese nicht besonders groß und sehr leicht.

Klickpedale
Sicherheitspedal, das das klassische Riemenpedal abgelöst hat. Gegenüber der herkömmlichen Fixierung des Schuhs mit einem Lederriemen in einem Metallkäfig rastet nun eine Pedalplatte unter dem Schuh in einem Mechanismus ein. Durch seitliches Drehen des Schuhs wird die Pedalplatte wieder freigegeben. Der Name des Pedals beruht auf dem Geräusch, das beim Einrasten der Pedalplatte
entsteht.

Komponenten
Die Gruppe der Komponenten beinhaltet Bremsen, Schaltbremsgriffe, Kette, Naben, Umwerfer, Schaltwerk, Ritzelpaket, Kurbel, Tretlager, Steuersatz, Innenlager und Sattelstütze.

Königsetappe
In der Regel die schwierigste Etappe einer Rundfahrt. Häufig liegt auch der höchste Berg (das "Dach der Tour") auf der Strecke. Die Königsetappe bei der deutschland tour 2004 ist der sechste Tagsabschnitt mit Ziel in Oberwiesenthal.

Konterattacke
Sofortiger Angriff von Rennfahrern, nachdem das Verfolgerfeld Ausreißer gestellt hat.

Kugellager
Im Radsport bezeichnet man vereinfacht alle Lager, bei denen Wälzkörper Drehbewegung von Bauteilen ermöglichen, als Kugellager. Kugellager findet man im Innenlager, im Steuersatz und in den Naben.

Kurbel
Teil des Tretlagers, bestehend aus zwei Hebelarmen, die mit dem Innenlager verschraubt sind. Am rechten Hebelarm sind die Kettenblätter fixiert. Für die Aufnahme der Pedalen sind Gewinde in beiden Hebelarmen vorhanden.

- L -

Lager
Wälzkörper, die eine Drehbewegung von Bauteilen ermöglichen (im Radsport allgemein als Kugellager bezeichnet). Kugellager findet man im Innenlager, im Steuersatz und in den Naben.

Laufrad
Felge, Nabe und Speichen bilden zusammen das Laufrad. Das Laufrad besitzt zudem noch Schlauch, Mantel und Ritzelpaket. Üblicherweise sichern Schnellspanner die Fixierung des Laufrades im Hinterbau. Im Radsport werden auch Schlauchreifen benutzt. Hier sind Mantel und Schlauch eine Einheit.

Leutnant
Bezeichnung für einen Edeldomestiken, die sich - wie so oft im Sport - am Militärischen orientiert.

Lutscher
Ausdruck für Fahrer, die ständig im Windschatten fahren ("am Hinterrad lutschen"), selber aber keine Führungsarbeit übernehmen. Besonders ungern gesehen sind Lutscher, die im Finale eines Rennens an denen vorbeifliegen, die die gesamte Arbeit übernommen haben, und auch noch gewinnen...

- M -

Mannschaftswagen
Begleitfahrzeug eines Radsportteams bei Straßenrennen. Am Steuer sitzt meist der Sportliche Leiter. Er verfügt in seinem Wagen über Tourfunk und gibt die Informationen zu Strecke und Rennen entweder direkt oder über den "Ohrwurm" an seine Fahrer weiter.
Auch ein Mechaniker, der bei Bedarf schnellstmöglichst kleine bis mittelschwere Reparaturen am Fahrrad durchführen kann, sitzt mit im Wagen. Außerdem können die Fahrer am Mannschaftswagen Kleidung oder Getränke abholen, genauso wie zum Beispiel überflüssige Regenjacken oder zu Beginn eines Schlussanstiegs den Helm abgeben.
Der Mannschaftswagen fährt in der Regel hinter dem Hauptfeld, wobei die Reihenfolge der Mannschaftswagen vom Gesamtklassement abhängt. Hat eine Ausreißergruppe mehr als eine Minute Vorsprung vor dem Peloton, so dürfen die betroffenen Mannschaftswagen das Hauptfeld passieren und sich hinter den Führenden einordnen.

Mannschaftszeitfahren
Beim Mannschaftszeitfahren (MZF) treten die Teams einer Rundfahrt gegeneinander an. Eine nicht ganz unumstrittene Disziplin, da sie häufig die wohlhabenden und komplett mit starken Fahrern besetzten Teams bevorteilt.
Bei der Tour de France 2005 wird es auch wieder ein MZF geben, und zwar auf der vierten Etappe zwischen Tours und Blois. Die Zeitnahme beim MZF erfolgt nach der Zieleinfahrt des fünften Fahrers einer Mannschaft. Bei der Tour 2005 kann eine Mannschaft dabei maximal drei Minuten verlieren, egal wie hoch ihr Rückstand auf die Tagesbestzeit tatsächlich ist.

Materialwagen
Heute verfügen die GS 1-Sportgruppen über Materialwagen, in denen das gesamte Material des Teams zu den Rennen transportiert wird. Erst zu Rennbeginn werden den Fahrern die Wettkampfräder ausgehändigt und die Ersatzräder auf die Dachträger der Teamfahrzeuge verteilt.
Der Materialwagen bewegt sich nicht im Rennen, sondern wird zum Zielort des Ereignisses gefahren. Neben der Werkstatt, dem Dampfstrahler, dem Material- und Ersatzteillager des Teams beherbergt er meist auch die Waschmaschinen, in denen die Teams die Trikots und Radhosen der Profis waschen.

- N -

Nabe
Mittelteil des Laufrades, das die Drehung des Rades über ein Lager ermöglicht. Die Naben besitzen heute Hohlachsen, durch die der Schnellspanner zur Fixierung des Laufrades geführt wird.

Nachlauf
Maß für Komfort- und Lenkeigenschaften des Rades. Gemessen wird der Abstand zwischen einer fiktiven Verlängerung des Steuerrohrs und dem Punkt senkrecht unter der Vorderradachse.

Neutralisation
Phase vor dem offiziellen Start eines Rennens oder einer Etappe, in der die Wertung eines Rennens noch ausgesetzt ist. Kein Rennfahrer darf das Führungsfahrzeug, das mit moderater Geschwindigkeit und roter Fahne vorausfährt, überholen.

- O -

Oberrohr
Eines der Hauptrohre des Fahrradrahmens. Das Oberrohr bildet eine mehr oder weniger parallele Linie zur Straße. Durch das Oberrohr werden Sitzrohr und Steuerrohr verbunden. Klassische Rennrahmen besitzen ein zur Straße parallel ausgerichtetes Oberrohr, bei der sogenannten "Sloping-Geometrie" fällt es zum Fahrer hin ab.

Omnibus
Gruppe von Fahrern - vornehmlich Sprinter oder deren Helfer - die bei Bergetappen nicht vorne mithalten können oder wollen. Bei Überschreiten des Zeitlimits verzichtet der Veranstalter häufig darauf, eine größere Gruppe vom Rennen auszuschließen, während vereinzelte Nachzügler zumeist ihre Koffer packen können. Im Französischen "l'autobus" genannt, in Italien "gruppetto".

Onda
Zu Deutsch: "Welle". Krümmung am Hinterbau und / oder an der Carbongabel. Kam im Laufe des Jahres 2003 auf, war zum Beispiel an Pinarello-Fahrrädern zu beobachten. Sollte Steifigkeit und Fahrkomfort erhöhen, scheint aber derzeit vor allem als "Hingucker", zu fungieren.

- P -

Pavés
Im Radsport: berühmt-berüchtigte Kopfsteinpflaster-Passagen in Nordfrankreich und Belgien. Besonders gefürchtet wegen ihrer "Pavés" sind die Rennen Paris-Roubaix und Flandern-Rundfahrt. Teile dieser "Pavés" werden auf der dritten Etappe der Tour de France 2004 zwischen Waterloo und Wasquehal überfahren - sehr zum Leidwesen einiger "Pavé-Hasser" im Peloton, die die Kopfsteinpflaster-Rennen im Frühjahr tunlichst meiden (z.B. Lance Armstrong).

Pedale
Fahrradteil, das die Tretarbeit des Fußes auf die Kurbel überträgt. Sicherheitspedale fixieren den Rennschuh über eine Pedalplatte
(s. auch Klickpedale)

Peloton
Französischer Ausdruck für das Hauptfeld eines Radrennens.

Peloton groupé
Zusammenschluss des Hauptfeldes nach der Verfolgung von Ausreißern oder dem Aufholen verschiedener Gruppen nach Tempoverschärfungen.

Poursuivant
Französisch: Verfolger. Fahrer oder Gruppe hinter dem/den Führenden.

Pro-Tour
Der Radsport-Weltverband UCI plant für das Jahr 2005 die Einführung der so genannten Pro-Tour. Sie wird ca. 20 Profiteams umfassen, die an allen Top-Rennen einer Saison teilnehmen sollen – und definitiv dürfen.
Die Pro-Tour soll im Jahr 2005 den Weltcup ablösen und aus rund 20 Rennen bestehen. Natürlich ist die Tour de France darunter, in Deutschland haben die deutschland tour und die HEW Cyclassics in Hamburg Aufnahme in die Pro Tour gefunden.

Prolog
Einzelzeitfahren zum Auftakt einer Rundfahrt. Meist nur maximal zehn Kilometer lang, dient der Prolog zur Vorstellung der Teilnehmer und zur Ermittlung des ersten Trägers des Führungstrikots. Die deutschland tour kommt ohne Prolog aus, bei der Tour de France ist er unverzichtbar. 2004 findet er am 3. Juli in Lüttich statt und führt über sechs Kilometer.

- R -

Radio Tour (Tourfunk)
Radio Tour ist der Teil der Funkverbindungen innerhalb einer Rennorganisation, der auch den Teams zur Verfügung steht. Zur Durchsage kommen Themen wie: Defekte, Zeitabstände und organisatorische Fragen, die die Teams betreffen.

Rahmen
Teil des Fahrrades. Meist Verbindung von Rohren aus Carbon oder Aluminium, in denen Gabel und Laufräder Aufnahmen finden. Heutige Rennrad-Rahmen wiegen je nach Größe zwischen 900 und 1500 Gramm.

Rahmenhöhe
Maß für die Größe eines Fahrradrahmens. Üblicherweise wird die Rahmenhöhe von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Oberrohrs gemessen. Da es jedoch unterschiedliche Geometrien der Hersteller gibt, lässt sich nicht immer ein vergleichbares Maß finden. Rahmen traditioneller italienischer Fertigung besitzen ein so genanntes "quadratisches Maß", d.h. Oberrohrlänge und Sitzrohrlänge sind identisch. Bei großen Rahmen sind die Oberohre meist kürzer als die Sitzrohre.

Rampe
Erhöhter Startplatz beim Zeitfahren, bei der eine schiefe Ebene den Schwung für die Anfahrt des Athleten unterstützt.

Record
Top-Gruppe des italienischen Komponentenherstellers Campagnolo aus Vicenza. Die Gruppe der Komponenten beinhaltet Bremsen, Schaltbremsgriffe, Kette, Naben, Umwerfer, Schaltwerk, Ritzelpaket, Kurbel, Tretlager, Steuersatz, Innenlager und Sattelstütze.

Regenbogentrikot
Trikot zur Kennzeichnung des amtierenden Weltmeisters: Weiß mit fünf Streifen in den Regenbogenfarben auf Brusthöhe. Ehemalige Weltmeister tragen die Regenbogenfarben auf dem Ärmel ihres Team-Trikots.

Rennleiter
Der Rennleiter fährt meistens im ersten Auto vor dem Feld. Das sind die Herren, die immer aus dem Schiebedach ihres Wagens herausschauen. Er organisiert vor allem auch die neutrale Fahrphase und Situationen, in denen das Feld zum Beispiel wegen eines Zuges angehalten werden muss. Auch im Vorfeld des Rennens mit zahlreichen organisatorischen Aufgaben betraut.

Rennschuhe
Schuhe zum Schutz der Füße und zur Übertragung der Kraft auf den Fahrradantrieb. Rennschuhe haben eine verbiegungsfeste, dünne Sohle, in denen Pedalplatten fixiert werden können. Früher war das Obermaterial der Schuhe aus Leder und die Sohle aus Holz. Heutige Profi-Rennschuhe bestehen aus atmungsaktivem Kunststoffgewebe und einer Sohle aus Carbon.

Ritzel
Die am Hinterrad befindlichen Zahnräder. Mittlerweile gelten auch bei Profi-Rennrädern zehn Ritzel als Standard.

Rouleur
Rouleur ist ein Rennfahrer, der im flachen und leicht welligen Gelände gut zurechtkommt. Sehr oft können gute Rouleure auch gut zeitfahren bzw. sprinten. Rouleure sind athletische Typen, die aufgrund ihrer Körpergröße und ihres Körpergewichtes nicht unbedingt die besten Kletterer sind, aber auch nicht gerade reine Sprinter!

Runder Tritt
Gleichmäßiges Treten und Ziehen der Pedale führt zum runden Tritt und damit zu einer ästhetisch ansprechenden und (weitaus wichtiger) kraft- und energieschonenden Fahrweise. Sehr viele ambitionierte Radrennfahrer verfügen über einen runden Tritt - vor allem Sportler, die schon im Kindesalter unter richtiger Anleitung trainiert haben.
Ästheten wie Ullrich und Indurain sind geradezu Demonstrationsobjekte, um diese runden Bewegungsabläufe zu präsentieren. In den letzten Jahren fiel auch Lance Armstrong durch seine extrem hohe Trittfrequenz u.a. beim Berghochfahren auf, die nur durch einen absolut ökonomischen (runden) Tritt zu erreichen ist.

- S -

Sattel
Sitz für den Rennfahrer. Rennsättel sollen ein bequemes Sitzen ermöglichen und Stöße von Fahrbahnunebenheiten auffangen.

Schaltung
Die Schaltgruppe besteht aus Schaltwerk, Umwerfer und Schalthebel. Mit ihr kann der Rennfahrer zwischen verschiedenen Übersetzungen seines Antriebs wechseln. Inzwischen ist der Schalthebel in die Bremshebel integriert.

Scharfer Start
Beginn der Wertung eines Rennens. Der scharfe Start erfolgt auf eine verkehrstechnisch und sicherheitstechnisch bedingte neutralisierte Startphase, bei der das Peloton aus dem Startort herausfährt, bis die Teamfahrzeuge und Organisationswagen dem Feld folgen können.

Scheibenrad
Laufrad für den Einsatz bei Zeitfahrwettbewerben. Das Scheibenrad hat eine geschlossene, glatte Oberfläche, die hervorragende aerodynamische Eigenschaften bietet. Heute werden Scheibenräder in der Regel nur noch als Hinterräder benutzt, da sie als Vorderrad extrem windanfällig gegenüber Seitenwind sind.

Schlauchreifen
Reifenkonstruktion, bei der Schlauch und Mantel eine Einheit bilden. Schlauchreifen werden aufgrund ihres Gewichtes und der besseren Laufeigenschaften gegenüber den Drahtreifen im Profiradsport derzeit noch bevorzugt.

Schnellspanner
Mit einem Hebel können die Laufräder im Fahrradrahmen fixiert und auch schnell wieder aus dem Rahmen gelöst werden. Wichtig sind die Schnellspanner im sportlichen Wettbewerb, da der Austausch defekter Laufräder in wenigen Sekunden möglich ist.

Shimano
Japanischer Komponenten-Hersteller (z.B. Dura Ace). Einer der beiden Marktführer neben Campagnolo.

Spinning
Die Fitnessstudio-Variante des Radfahrens. Auf stabilen Heimtrainern werden unter Anleitung und Musik verschiedene Übungen und Krafttraining auf dem Fahrrad vollbracht. Tempo- und Intensitätswechsel sorgen für ein kurzweiliges und intensives Trainingsprogramm, bei dem so mancher Tropfen Schweiß fließt.

Sportlicher Leiter
Der Sportliche Leiter ist der Chefs des gesamten Teams bei Wettkämpfen (Rennfahrer, Mechaniker, Masseur, Arzt und weiteres Betreuungspersonal). Er koordiniert die Zusammenarbeit von Rennfahrern und Betreuern. Er stimmt die Taktik mit den Rennfahrern ab und sitzt am Steuer des Mannschaftswagens, von wo aus er auch die Teamtaktik per Funk oder aus dem Seitenfenster heraus anweist.

Sprint Royal
Massensprint, an dem im Idealfall alle Sprintfavoriten teilnehmen und sich dabei ein spannendes Finale liefern.

Sprintvorbereitung
Unter der Sprintvorbereitung versteht man die mannschaftliche Zusammenarbeit im Hinblick auf einen Sprintsieg eines der Teamkollegen.
Meistens wird die Rennsituation schon sehr zeitig kontrolliert. Falls es doch Ausreißer gibt, werden sie unter der Führungsarbeit des Sprinterteams wieder eingeholt. Auf den letzten Kilometern bis zum Ziel wird das Tempo im Feld so hoch gehalten, dass kein Einzelfahrer einer anderen Mannschaft attackieren kann, bzw. der Sprinter des Teams aus dem großen Gerangel im Hauptfeld herausgehalten werden kann.
Im Optimalfall läuft diese Vorbereitung bis 150 bis 250 m vor das Ziel. Dann muss der Sprinter aus dem Windschatten heraus und seine Sprintschnelligkeit gegenüber den Sprintern anderer Teams beweisen. Die Sprintvorbereitung funktioniert meistens nur in extra auf diese Situationen zusammengestellten Teams.

Sprintwertung
Ein Zwischensprint, der den Rennfahrern bekannt ist und bei dem es darum geht, Punkte für die Sprintwertung zu sammeln oder eventuell sogar Zeitgutschriften für die Gesamtwertung zu bekommen. Sehr umkämpft bei den ersten Etappen großer Rundfahrten, weil dadurch auch Sprinter ins Trikot des Gesamtführenden fahren können.

Steifigkeit
Eine wesentliche Eigenschaft von Fahrradkomponenten, Fahrradrahmen und Laufrädern ist der Grad ihrer Verformung bei Krafteinwirkung. Je steifer der Tretlagerbereich eines Fahrradrahmens, desto mehr Kraft kann auf die Laufräder übertragen und in Geschwindigkeit umgesetzt werden.

Steuersatz
Der Steuersatz enthält die Lager, die Gabel und Steuerrohr verbinden. Eine exakte Einstellung des Lagerspiels ist für die Fahrer lebenswichtig, da von ihm die Steuerbarkeit des Fahrrades abhängt.

- T -

Teamwertung
Die Teamwertung beinhaltet die Addition der Zeit der drei besten Fahrer jedes Teams. Die Gesamtteamwertung ergibt sich allerdings nicht aus den drei besten Fahrern eines Teams in der Gesamtwertung, sondern aus der Addition der Tagesteamwertungen.

Tête de la course
Französisch: Die Spitze des Rennens.

Teufelslappen
Rotes, dreieckiges Stofftuch, das den letzten Rennkilometer markiert.

Tour de France
Erstes Mehretappenrennen für Radsportler. 1903 von der Zeitung "L'Auto" ins Leben gerufen und mittlerweile das wichtigste Radrennen der Welt. Findet alljährlich im Juli und größtenteils in Frankreich statt.

Tourdirektor
Der Tourdirektor ist der Chef der Veranstaltung. Bei der Tour de France heißt der derzeitige Tourdirektor Jean-Marie Leblanc, bei der deutschland tour Kai Rapp.

Tretlager
Teil des Antriebs, bestehend aus Innenlager, Kurbelsatz und Kettenblättern.

Triathlonlenker
Lenker, der das Auflegen der Unterarme während der Fahrt erlaubt. Diese besonderen aerodynamischen Lenker wurden im Triathlonsport erfunden, der im Ironman-Wettbewerb ein mit 180 Kilometern besonders langes Zeitfahren beinhaltet.

Trispoke
Ein Trispoke ist ein sehr aerodynamisches Laufrad, vorne wie hinten benutzt. Es hat leichte aerodynamische Nachteile gegenüber einem Scheibenrad aber Vorteile im Vergleich zu einem normalen Speichenlaufrad. Trispoke werden aufgrund ihrer geringeren Windanfälligkeit zum Scheibenrad oftmals als Vorderrad im Zeitfahren benutzt.

Trittfrequenz
Die Anzahl der Kurbelumdrehungen pro Minute. Im Durchschnitt erreichen Radsportler etwa 90 Umdrehungen pro Minute. Etwas weniger berghoch, etwas mehr bergab und im Sprint.

Tropfenhelm
Aerodynamischer Helm in Tropfenform. Die UCI hat die bisher ungepolsterten Zeitfahrhelme für alle Straßenrennen verboten. Bei der Tour de France werden mit Spannung die Neuentwicklungen der amerikanischen Firma Gio für ihren Landsmann Lance Armstrong erwartet.

- U -

Übersetzung
Verhältnis zwischen dem vorderen Kettenblatt und den hinteren Ritzeln.

UCI
Abkürzung für "Union Cycliste Internationale". Die UCI ist der Radsport-Weltverband mit Sitz in Aigle (Schweiz). Derzeitiger Präsident der UCI ist der Niederländer Hein Verbrugghe.

Umwerfer
Mechanik zum Umschalten der vorderen Kettenblätter.

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Verfolgung
Bemühung, den oder die Spitzenreiter einzuholen.

Verpflegungsbeutel
Das sind die Taschen mit sportlergerechten Nahrungsmitteln und Getränken, die die Rennfahrer bei der Verpflegungskontrolle von ihren Betreuern gereicht bekommen. Die Rennfahrer füllen damit ihre Trikottaschen auf und werfen die Beutel ins Publikum, wo sie als Souvenir sehr gefragt sind. Des Öfteren bleibt auch noch etwas Inhalt für den Glücklichen über...

Verpflegungskontrolle
Festgelegter Strecken-Abschnitt im Verlaufe einer Etappe, an dem die Fahrer Beutel mit Essen und Getränken gereicht bekommen. Bei normal langen Etappen gibt es eine Verpflegungskontrolle, bei sehr langen Distanzen auch mal zwei.

Virtuelles (Gelbes) Trikot
Ein Fahrer, der während einer Etappe so viel Vorsprung auf den Gesamtführenden hat, dass er im Zwischenklassement an der Spitze liegen würde.

Vorbau
Fahrradteil zur Befestigung des Lenkers an der Gabel. Bei den heutigen sogenannten "Ahead-Set-Systemen" wird der Vorbau am gewindelosen Gabelschaft festgeklemmt.

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Wasserträger
Unverzichtbarer Bestandteil eines Radteams. Wasserträger versorgen ihre Teamkapitäne mit Nahrung und Getränken (daher der Name) und sind immens wichtige Helfer, beispielsweise bei der Verfolgung von Ausreißern oder als Windschatten-Spender. Udo Bölts (Telekom, später Gerolsteiner) oder José-Luis Rubiera (US Postal) beispielsweise gelten als zwei herausragende Wasserträger, ohne die ihre Chefs (Ullrich bzw. Armstrong) die Tour de France nicht gewonnen hätten.

Weißes Trikot
Kennzeichnet den Führenden in der Tour de France-Wertung "Bester Jungprofi". Früher das Trikto des Führenden bei der deutschland tour und dort als "Leichenhemd" berühmt geworden...

Weltrangliste
Durch Siege bzw. Platzierungen in Rundfahrten und Eintagesrennen erzielen die Fahrer je nach ihrer Position Weltranglistenpunkte. Diese Wettkämpfe sind auch noch durch eine Wertigkeit eingestuft, so dass die meisten Punkte natürlich bei den Klassikern, Weltcup-Rennen und großen Rundfahrten zu holen sind. Aus der Addition der jeweiligen Punkte ergibt sich die Weltrangliste für Teams wie für Fahrer gleichermaßen. Erik Zabel und Paolo Bettini wechseln sich hier seit fast zwei Jahren an der Spitze ab. Verschwindet im nächsten Jahr im Zuge der Pro Tour und wird durch die Pro Tour-Rangliste ersetzt.

Wiegetritt
Fahrweise, die fast nur am Berg oder bei Attacken und Sprints zu sehen ist. Der Fahrer geht aus dem Sattel und verlagert sein Gewicht - und damit den Großteil der Kraft - abwechselnd auf eine der beiden Pedale. Steht er auf dem linken Pedal, zieht er rechts am Lenker und umgekehrt. Richard Virenque z.B. ist ein Meister des Wiegetritts.

Windkanal
Bezeichnung für ein Labor, in dem die Widerstandsbeiwerte von Gegenständen ermittelt werden. Radprofis benutzen Labore der Automobilindustrie um Rahmenformen, Komponenten und Sitzpositionen der Fahrer auf ihre Aerodynamik zu überprüfen und letztlich zu verbessern.
(s. auch Hintergrund: "Die Windkante", "Das Windschattenfahren")

Windkante
Windschattenfahren in der Gruppe bei mittlerem bis starkem Wind. An der diagonalen Staffelung einer Gruppe unter Ausnutzung der gesamten Straßenbreite kann auch der Zuschauer sofort erkennen, ob die Fahrer mit Wind zu kämpfen haben. Bläst der Wind z.B. von vorne rechts, so beginnt die Staffel auf der rechten Straßenseite. Dort fährt der erste Fahrer im Wind; nach hinten links versetzt folgt der nächste usw. Wichtig ist auch hier ein sauberer Führungswechsel. Ein Auseinanderreißen der Gruppe kann für die Zurückfallenden mit riesigen Zeitabständen enden.
(s. auch Hintergrund: "Die Windkante", "Das Windschattenfahren")

Windschatten
Im Windschatten seines Vordermannes zu fahren bedeutet, je nach Position, eine Kraft-Ersparnis von gut 30 Prozent. Somit ist das Windschattenfahren ein extrem wichtiger Bestandteil des Radfahrens. Man unterscheidet verschiedene Techniken des Windschattenfahrens in der Gruppe wie z.B. den Belgischen Kreisel oder das Fahren an der Windkante.

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Zahnkranz
Die Ritzel am Hinterrad bilden den Zahnkranz.

Zeitfahren
Fahren auf einer bestimmten Strecke gegen die Uhr. Man unterscheidet zwischen Einzel- und Mannschaftszeitfahren.

Zeitgutschrift
Zeitgutschriften kann der Rennfahrer sich bei Zwischensprints und im Zieleinlauf einfahren. Vor allem die Zeitgutschriften auf Etappensiege während der großen Rundfahrten sind nicht unerheblich. Beim Giro d'Italia gab es in diesem Jahr besonders viele Sekunden bei Bergankünften. So fuhr z.B. Damiano Cunego seinen Chef Simoni auf der siebten Etappe aus dem Rosa Trikot.

Zeitlimit
Für jede Etappe gibt es einen bestimmten Zeitraum nach Ankunft des Tagessiegers, in dem die Fahrer das Etappenziel erreicht haben müssen. Fahrer, die zu spät kommen, werden vom Rennen ausgeschlossen. Die Chance, dem Ausschluss zu entkommen, ist das Zusammenfahren im Omnibus. Eine größere Gruppe wird auch nach Ablauf der Zeit selten aus dem Rennen genommen.

Zwischensprint
Bei Etappenrennen gibt es fast jeden Tag - Zeitfahren ausgenommen - bis zu drei Sprints auf offener Strecke. Wer als Erster dort vorbeikommt, erhält bei der Tour de France sechs Punkte, der Zweite vier, der Dritte zwei. Diese Punkte fließen in die Wertung des besten Sprinters ein (Grünes Trikot bei der Tour bzw. Blaues Trikot bei der dtour). Die Zwischensprints sind oft auch mit Zeitgutschriften verbunden.

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LIVE-Ticker
Während der Rad WM können sie alle Rennen bequem im Internet mitverfolgen. Der offizielle Live-Ticker-Partner ist Sport1.at
Gewinner

Verlosung Jedermann-Charity-Radfahrt und WM-Besucherzentren:

Gewinner Corratec Fahrrad:

Der Losbesitzer mit der Nr. 876 hat bei unserem Gewinnspiel im Rahmen der Rad WM sein Preis, das Corratec Rad, noch nicht eingelöst.

Weitere Preise die noch nicht eingelöst wurden:

 3.358 und 3.345 jeweils 2 Fahrradreifen von Vredestein

Diese offenen drei Preise können bis zum 31. Oktober 2006 bei uns eingelöst werden. Gewinner können sich per Mail unter office@powermoderator.com Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  melden.

GRUSSWORT
Dr. Heinz Schaden, Bürgermeister der Stadt Salzburg:

Spannend, herausfordernd und zugleich eine große Chance – das ist die UCI Straßen Rad Weltmeisterschaft für Salzburg...

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